Pressemitteilung verteilen: Die klassische Pressearbeit

Achtmal nahm Online-PR-Praxis die Pressemitteilung bisher auseinander. Nun beginnt der zweite Abschnitt der Serie „Pressemitteilung in der Online-PR“. Sein Thema: Pressemitteilung verteilen und die Möglichkeiten im Vergleich. Den Anfang macht ein Ausflug in die klassische Pressearbeit: Grundlagen klären, damit der spätere Vergleich mit dem Einsatz in der Online-PR klappt.

Pressemitteilung verteilen: Die klassische Pressearbeit

Pressemitteilung verteilen: Die klassische Pressearbeit. Folgende Artikel werden Vorgehen und Wirkung mit dem Einsatz in der Online-PR vergleichen.

Pressemitteilung verteilen an Printmedien

Die klassische Pressearbeit ist kein Buch mit sieben Siegeln. Seit Jahrzehnten funktioniert sie nach dem gleichen Muster. Unternehmen informieren Printredaktionen per Pressemitteilung über neue Produkte, Personalien usw. Gut gepflegte Kontakte in den Redaktionen erleichtern den Zugang zu ihnen.

Blindlings darauf los werkeln ist allerdings schlecht. Gerade die klassische Pressearbeit braucht eine gute Vorbereitung und ein Gespür für Themen. Im Idealfall kennen Pressearbeiter ihre Zielmedien, deren Redakteure, Redaktionsgepflogenheiten und Anforderungen. Findige PR-Redakteure recherchieren Redaktionspläne und Themenschwerpunkte, um die eigene Pressemitteilung vor dem Verteilen darauf abzustimmen.

Vorsicht: Die Pressemitteilung zu versenden ist einfach. Sie später in den passenden Medien wiederzufinden, ist die Herausforderung. Beachten Sie deshalb die folgenden Punkte, bevor Sie Ihre nächste Pressemitteilung verteilen.

Tipps für die klassische Pressearbeit

  • Ihre Ideen, Maßnahmen und Produkte finden meistens nur Sie selbst toll. Erwarten Sie die Begeisterung niemals bei Redakteuren.
  • Kein Redakteur der Welt wartet auf Sie, nur damit er Ihre Pressemitteilung veröffentlichen kann. Ausnahmen: Sie sind Google, Apple, Microsoft oder Warren Buffet.
  • Nerven Sie niemanden mit Ihrer Begeisterung fürs eigene Produkt. Sehr oft wird das mit dem redaktionellen Tod durch Ignorieren bestraft.
  • Nein, Sie rufen nicht ständig in den Redaktionen an. Wiederholtes Nachfragen und Drängeln ist tabu. Irgendwann kennt der schläfrigste Redakteur ihre Nummer und drückt die Anrufe weg.
  • Besprechungen mit Redakteuren sind sinnvoll und helfen beiden Seiten. Das klappt jedoch nur, wenn man sich kennt und nicht nervt.
  • Pflegen Sie möglichst den Kontakt zu Ihren Redakteuren. Gute Bekanntschaften sind wertvoll.
  • Sie können Medien zu nichts zwingen. Über die Veröffentlichung Ihrer Nachricht entscheidet ausschließlich die Redaktion. Das passt ihnen nicht? Dann sollten Sie keine Pressemitteilung verteilen.
  • Zur Pressekonferenz laden nur die Großen oder die mit der tatsächlich weltbewegenden Nachricht ein. In der Regel zählen Sie weder zu den einen noch den anderen.
  • Nur der objektiv hohe Nachrichtenwert zählt und rechtfertigt eine Pressemitteilung.
  • Überhäufen Sie Redaktionen niemals mit Pressemitteilungen.
  • Professionelle Medienverzeichnisse und Redaktionsdatenbanken helfen bei der Recherche.

Eckdaten klassischer Pressearbeit

Für den in weiteren Artikeln geplanten Vergleich mit der Online-PR sehen Sie hier die Eckdaten:

  • Inhalt: Ausschließlich die Pressemitteilung mit hohem Nachrichtenwert ist für Redaktionen interessant.
  • Verteiler: Je nach Thema und geplanter Reichweite groß oder klein. In jedem Fall begrenzt durch die Anzahl der in Frage kommenden Redakteure und Medien.
  • Verteileraufbau kostenlos: Suchmaschine, Printausgaben.
  • Verteileraufbau kostenpflichtig: Medienverzeichnisse, Redaktionsdatenbanken und ähnliches.
  • Reichweite: Abhängig von Auflage und Verbreitungsgebiet der Publikation(en).
  • Exklusivität: Im Idealfall ist sie gegeben. Das heißt, dass Ihre Nachricht noch nicht veröffentlicht wurde.
  • Entscheidung: Ausschließlich durch die Redaktion.
  • Textübernahme: Redaktionen sehen Pressemitteilungen meist als Aufhänger für eigene Recherchen und eigene Texte.
  • Wirkungsdauer: 1 Tag (Erscheinungsdatum), maximal bis zur nächsten Ausgabe.
  • Erfolgskontrolle: Medienbeobachtung (Clippings, Management-Reviews u. ä.)

Artikelserie „Pressemitteilung in der Online-PR“

Die Artikelserie „Pressemitteilung in der Online-PR“ zeigt, wie sich Pressemitteilung und Content-Marketing clever verbinden lassen. In mehreren Artikeln wird dazu der Aufbau einer professionellen Pressemitteilung erläutert. Presseportal-Betreiber Matthias M. Meringer steuert wertvolle Profitipps aus seiner langjährigen Presseportalpraxis bei. Abgerundet wird die Artikelserie durch Ausblicke auf aktuelle Entwicklungen, Tipps, Tricks und eine Überraschung zum Schluss.

Die Artikel der Serie „Pressemitteilung in der Online-PR“ im Überblick:

  1. Die Pressemitteilung: Pressearbeit trifft clevere Online-PR
  2. Pressemitteilung schreiben: Die überlegene Überschrift
  3. Pressemitteilung schreiben: Die erklärende Einleitung
  4. Pressemitteilung schreiben: Der hinführende Hauptteil
  5. Pressemitteilung schreiben: Das fantasievolle Firmenportrait
  6. Pressemitteilung schreiben: Die perfekten Pressekontaktdaten
  7. Pressemitteilung schreiben: 48 prickelnde Profitipps
  8. Quo vadis Social-Media-Press-Release
  9. Pressemitteilung verteilen: Die klassische Pressearbeit
  10. Pressemitteilung verteilen: Online-Pressearbeit
  11. Pressemitteilung verteilen: 168 Presseportale [Download]
  12. E-Book: Pressemitteilung in der Online-PR [Download]

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Kategorie: Online-PR

Über den Autor ()

Matthias ist der Gründer des Social-Media-Presseportals Pressehof. Er beschäftigt sich mit allen Themen rund um die Online-PR. Dazu zählen Social Media, Unternehmenskommunikation, Text, Bild, SEO-Grundlagen sowie Web- und Mobile-Apps. Im weiteren Sinn auch die allgemeine Entwicklung des Internets und seiner verschiedenen Zielgruppen.

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