Online-PR braucht Zaster, Zeit und Zustimmung

Online-PR braucht Zaster, Zeit und Zustimmung

Online-PR braucht Zaster, Zeit und Zustimmung. Sie muss zuerst ein strategisches Ziel und danach eine operative Aufgabe sein.

Mit Online-PR positionieren sich Unternehmen image- und reputationsfördernd bei ihren Ziel- und Bedarfsgruppen. Voraussetzung ist, dass in der Vorbereitung die notwendigen Hausaufgaben gemacht werden. Dazu zählt die Erkenntnis, dass erfolgreiche Online-PR drei Dinge braucht: Zaster (fürs Personal), Zeit (Gut Ding will Weile haben) und Zustimmung (Strategie und Integration).

„Online-PR? Wir verschicken Pressemitteilungen per E-Mail an alle möglichen Zeitungen. Es erscheint aber nichts.“ Oder: „Alles Quatsch. Wir haben ein paar Sachen ausprobiert und es hat nichts gebracht.“ So oder so ähnlich klingt es immer wieder. Enttäuschte Mitarbeiter, Geschäftsführer oder Vorstände wenden sich vom Thema ab. Nach ein paar Fehlversuchen ist Online-PR vom Tisch. Dabei lässt sich die Frage nach dem Grund des Scheiterns leicht beantworten: Es fehlen PR-Strategie, Kenntnisse und Zeit.

Online-PR braucht Zaster für Mitarbeiter und Ausbildung

Die Vorstandssekretärin schreibt Pressemitteilungen. Altgediente Marketingleute werden auf die Unternehmenswebsite losgelassen. Die ITler haben sich um HTML zu kümmern. Die Dame aus der Buchhaltung ist – zum Schrecken der Geschäftsführung – privat bei Facebook. Sie kümmert sich deshalb um die eilig angelegte Facebookseite.

Was bringt’s? Nichts. Der Erfolg ist gleich Null. Warum? Weil Aufgaben, die Spezialisten erfordern, von Laien erledigt werden.

Unternehmen, die Online-PR betreiben wollen, müssen investieren. Zum einen in Mitarbeiter, die zu Online-PR-Spezialisten ausgebildet oder neu eingestellt werden. Zum anderen um Agenturen oder Freiberufler für diese Aufgaben zu engagieren. Welche Wahl auch getroffen wird: sie kostet Geld.

Online-PR braucht Zeit für Dialog und Kommunikation

Online-Public-Relations ist ein weites Feld. Pressemitteilungen, Fachartikel, Blogbeiträge, Forenarbeit, persönliche Präsenz bei Twitter, Google+ und Facebook oder Unternehmensseiten und Hilfsangebote: die Möglichkeiten sind zahllos.

Trotz der Vielzahl sind Dialog, Kommunikation und Reputation die wenigen Ziele allen Handelns. Damit Unternehmen diese erreichen können, brauchen sie und ihre Angestellten viel Zeit. Kontakte aufbauen und Verbindungen pflegen, das funktioniert nicht von heute auf morgen.

Die verschiedenen Kanäle im Internet zu betreuen, ist sehr aufwändig. Strategien müssen erarbeitet, Agenturen koordiniert, Maßnahmen überwacht und ausgewertet werden. Mitarbeiter, die sich um die Online-PR kümmern, haben – so sie es professionell tun – keine Zeit für andere Tätigkeiten. Vorgesetzte, die Online-PR wollen und das noch nicht verstanden haben, sind fehl am Platz.

Online-PR braucht Zustimmung für Strategie und Integration

Unternehmen können Zaster und Zeit zur Verfügung stellen und dennoch nichts bewirken. Ohne Zustimmung in der Geschäftsführung verpufft jede Anstrengung wirkungslos im luftleeren Raum. Nur wenn Online-PR umfassend in die Prozesse eines Unternehmens integriert wird, funktioniert sie auf Dauer. Nur dann kann sie mit einer Erfolg versprechenden Strategie umgesetzt werden.

Online-PR hat augenscheinlich viel mit operativem Geschäft zu tun. Doch aufgepasst: Nur wenn die Strategie sitzt, erreicht die Operative ihr Ziel. Online-PR muss trotz Zeit und Zaster Zustimmung erfahren – also zuerst ein strategisches Ziel und danach eine operative Aufgabe sein.

Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie genug Zaster, Zeit und Zustimmung?

 

Teilen Sie jetzt den Artikel in Ihren Netzwerken:

Online-PR-Themen: , , , , , ,

Kategorie: Online-PR

Über den Autor ()

Matthias ist der Gründer des Social-Media-Presseportals Pressehof. Er beschäftigt sich mit allen Themen rund um die Online-PR. Dazu zählen Social Media, Unternehmenskommunikation, Text, Bild, SEO-Grundlagen sowie Web- und Mobile-Apps. Im weiteren Sinn auch die allgemeine Entwicklung des Internets und seiner verschiedenen Zielgruppen.

Kommentar schreiben