Mit Do Share Google+ zeitversetzt nutzen

20. Februar 2013 | | 2 Kommentare mehr

Die Online-PR-Experten sind sich einig: Online-PR hat mit Strategie und Planen zu tun. Abseits der Theorie lebt Online-PR aber vor allem von einem: vom Tun. Die kostenlose Chrome-App Do Share unterstützt den Online-PR-Macher dabei. Do Share teilt fremde und veröffentlicht eigene Beiträge zeitversetzt bei Google+. Wie man Do Share bekommt, installiert und was die Chrome-App kann, erklärt der Artikel.

Do Share herunterladen und installieren

Do Share: Chrome-App für Google+

Bild 1: Die kostenlose Chrome-App Do Share für Google+ im Chrome-Web-Store herunterladen

Die Chrome-App Do Share ist kostenlos im Chrome-Web-Store erhältlich. Über den grünen Installationsknopf auf der Produktseite wird sie als Erweiterung im Browser gespeichert.

Achtung: Do Share kann – Stand heute – ausschließlich in Googles Browser Chrome genutzt werden.

Datenschutz scheint der Entwickler Tzafrir Rehan ernstzunehmen. Auf der Informationsseite der Chrome-App erklärt er: „Es gibt keinen Do-Share-Server. Ihre Daten verlassen Ihren Computer nicht.“

Des Weiteren beschreibt er, dass Do Share Google Analytics einsetze, um Nutzungsmuster erkennen und die App verbessern zu können. Das sei ihm zugestanden.

Nach der Installation ist alles getan. Do Share kann sofort genutzt werden. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht nötig. Mit wenigen Klicks teilt man ab sofort Beiträge Dritter zeitversetzt oder veröffentlicht die eigenen vorausgeplant.

Do Share integriert sich in Chrome und Google+

Do Share: Google+Beitrag teilen

Bild 2: Do-Share-Knopf unter fremden Beiträgen

Do Share klinkt sich geschickt in seine Umgebung ein. Zum einen integriert sich die Chrome-App in den Browser. Über sämtliche Tabs hinweg steht in den Rechtsklick-Pop-up-Menüs der Punkt „Send to Do Share“ für Links zur Verfügung. Damit lassen sich in Beiträgen verlinkte Seiten zeitversetzt oder sofort teilen. Zum anderen baut Do Share einen „Send to Do Share“-Knopf im Eingabefeld eigener als auch fremder Beiträge ein. Zu guter Letzt taucht die Teil-Option auch in allen Kommentaren auf.

Bis hierher ist das nicht außergewöhnlich. Andere Online-PR-Werkzeuge tun das auch. Zur Hochform läuft Do Share erst auf, wenn es um geplante Beiträge geht. Wenn also vorbereitete Beiträge gespeichert und zum definierten Zeitpunkt veröffentlicht werden sollen.

Mit Do Share zeitversetzt bei Google+ veröffentlichen

Do-Share-Oberfläche

Bild 3: Do-Share-Oberfläche

So funktioniert die Chrome-App: Über das Eingabeformular zum Schreiben neuer Beiträge, mittels des Do-Share-Knopfs in Kommentaren oder über das Icon oben rechts im Browser ruft man das nebenstehende Formular auf. Es ist das Herzstück der Anwendung.

So legt man einen neuen Beitrag an und plant dessen zeitversetzte Veröffentlichung: Die Überschrift (Bild 3, Punkt 1) kann, muss aber nicht genutzt werden. Der Text des Beitrags wird wie gewohnt erfasst (Bild 3, Punkt 2). Er kann fett, kursiv oder durchgestrichen formatiert werden. Die Maussteuerung ist dabei von Vorteil. Lästige Shortcodes entfallen. Gut ist auch, dass Hashtags einschließlich Autovervollständigung unterstützt werden. Links bindet man mit Hilfe des bei Google+ üblichen Symbols ein (Bild 3, Punkt 3).

Über das angemeldete Nutzerkonto erkennt Do Share die verbundenen Google+-Seiten. Neben dem Kontoinhaber können sie wahlweise als Absender festgelegt werden (Bild 3, Punkt 4). Die Auswahl verschiedener Kreise als Empfänger ist wie beim Original vorhanden. Zu guter Letzt ein Bild spendieren? Auch das ist drin (Bild 3, Punkt 6). Unfertige Beiträge lassen sich als Entwürfe speichern (send to drafts).

Hat der Online-PR-Mensch seine Hausaufgaben gemacht, steht am Ende ein fertiger Google+-Beitrag.

Sofort abschicken? Kein Problem, der share now“-Knopf erledigt das. Aber wer will das schon? Die Magie steckt in schedule“ (Bild 3, Punkt 7). Einfach anklicken, Zeitpunkt der Veröffentlichung per Schieberegler einstellen und schon ist alles erledigt. Der Beitrag wartet von nun an auf seinen Einsatz.

Zugabe: Do Share kann Umfrage

Umfrage mit der Chrome-App Do Share

Bild 4: Umfrage mit der Chrome-App Do Share

Google+ kennt keine Umfragen. Do Share wendet deshalb einen alten Trick an.

Die Umfrage bindet man über das Symbol mit dem Häkchen (Bild3, Punkt 5) ein. Die erfassten Antworten werden als Kommentare unter den veröffentlichten Beitrag gesetzt. Gleichzeitig schaltet Do Share die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ab.

Durch die Vergabe von +1 auf die Kommentare wird abgestimmt. Wie sagen die Handwerker: Passt, wackelt und hat Luft.

Einschränkungen

Do Share besitzt wenig Einschränkungen. Sie tun nicht weh, sollten aber dennoch erwähnt werden. Die auffälligste: Do Share funktioniert nur, wenn die App geöffnet, der Nutzer bei Google+ angemeldet und die Website im Browser geöffnet ist. Des Weiteren lassen sich ein Link (mit Bild und Beschreibungstext) und ein Foto nicht zusammen in einen Beitrag integrieren. Das klappt nur, wenn der Verweis im Beitrag als Textlink notiert wird. Ebenfalls nicht möglich: Ein Bild im Beitrag einer Google+Seite zu veröffentlichen.

Fazit: Do Share im Alltag

Google+ ist nach Meinung des Autors das empfehlenswerteste soziale Netzwerk der Welt. Nichtsdestotrotz hat Facebook in einem Punkt die Nase vorne: Dort kann man Beiträge auf Unternehmensseiten seit langem zeitlich steuern. Die pfiffige Chrome-App Do Share schließt diese Lücke bei Google+.

Im Online-PR-Alltag unterstützt Do Sahre den Anwender sinnvoll. Ein Beispiel: Morgens öffnet man den Feed-Reader und pickt sich 4 oder 5 tolle Artikel heraus. Diese werden mit Copy und Paste bei Do Share erfasst. Mit eigenen Informationen verfährt man genauso. In der App weist man den Beiträgen verschiedene Sendezeitpunkte zu. Rechner laufen lassen, Browser und Do Share geöffnet halten und der Tag bei Google+ ist gerettet. Die Leserschaft wird automatisch mit Informationen versorgt. Der Online-PR-Macher ist zufrieden.

Daumen hoch, +1 oder gefällt mir für Do Share: ganz wie Sie wollen. Die Chrome-App ist gut und eine echte Empfehlung.

Weiterführende Informationen zu Do Share, Chrome und Google+

Welche Hilfsmittel nutzen Sie, um sich Ihren Online-PR-Alltag zu erleichtern? Haben Sie Do Share auch im Einsatz?

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Kategorie: Online-PR

Über den Autor ()

Matthias ist der Gründer des Social-Media-Presseportals Pressehof. Er beschäftigt sich mit allen Themen rund um die Online-PR. Dazu zählen Social Media, Unternehmenskommunikation, Text, Bild, SEO-Grundlagen sowie Web- und Mobile-Apps. Im weiteren Sinn auch die allgemeine Entwicklung des Internets und seiner verschiedenen Zielgruppen.

Kommentare (2)

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  1. Vielen Dank für den sehr guten Artikel. Eine Frage kam mir dabei. Ich habe zwei Google + Accounts, die ich betreue. Haben Sie eine Idee, wie ich Do Share für beide nutzen kann?

    • Das funktioniert nicht. Sie können in Chrome immer nur für ein Konto angemeldet sein. Selbst wenn Sie ein zweites Chromefenster öffnen, kennt es die Anmeldung aus dem ersten. Do Share gibt es – so weit ich weiß – nur für Chrome. Ähnliche Hilfsmittel zum Beispiel für Firefox kenne ich aus dem Stegreif nicht. Eine empfehlenswerte Alternative kann Hootsuite.com sein.

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