AuthorRank: SEO im Namen des Autors und die Folgen

28. September 2012 | | kommentieren mehr
Google Authorrank im Bereich SEO und Online-PR

Googles AuthorRank würde die Rolle der Autoren in den Bereichen SEO und Online-PR enorm stärken.

Google will mehr Qualität im Suchindex. Dabei helfen soll der AuthorRank. Gerüchten zufolge verknüpft er Onlineinhalte mit umfangreichen Autorenprofilen. Darauf aufbauende Bewertungen hätten weitreichende Auswirkungen. SEO, Inhaltsqualität und Autorenreichweite wären extrem voneinander abhängig. Mangelnde Qualität würde sich rächen. Fehlende Beteiligung bei Google+ wäre katastrophal. An SEO interessierte Online-PR-Profis sollten vorbereitet sein.

Google und der vermutete AuthorRank

Google zeigt seit dem Frühjahr Autoren in den Suchergebnissen an. Online-PR-Praxis berichtete darüber. Der kürzlich vom amerikanischen SEO-Experten Mike Arnesen vermutete AuthorRank geht einen Schritt weiter. Er verquirlt verschiedene Aspekte zu einem größeren Ganzen. Die Autorenbildchen wären nur ein kleiner Teil davon.

Andresen lehnte sich in seinem Artikel weit aus dem SEO-Fenster. Er erklärte die folgenden Signale für unter Umständen wichtig im Zusammenhang mit dem AuthorRank:

  • Durchschnittlicher PageRank aller Inhalte des Autors.
  • Durchschnittliche Zahl an Weiterleitungen und Pluseinsereien (+1s) innerhalb von Google+ pro Beitrag.
  • Anzahl der Kreise, zu denen ein Autor bei Google+ gehört.
  • Anzahl der Verbindungen mit anderen bekannten Autoren.
  • Anzahl und Autorität der Seiten, auf denen der Autor seine Inhalte veröffentlichte.
  • Eigene Aktivitäten des Autors bei Google+
  • Interaktionen (Weiterleitungen, Kommentare) mit den Inhalten des Autors bei Google+.
  • Signale, die die Kompetenz des Autors außerhalb von Google+ bestätigen (Wikipediaeinträge und ähnliches).
  • Bekanntheitsgrad eines zugehörigen YouTube-Kanals.
  • Signale, denen Google außerhalb seines Netzwerks Vertrauen schenkt (Twitter, Quora, LinkedIn, SlideShare usw.).

AuthorRank beeinflusst SEO und Online-PR

Alles nur Spekulationen? Ganz klare Kiste: ja. Trotzdem sollte der Gedanke zuende gedacht werden. Google führte die Autoren in den Suchergebnissen nicht grundlos ein. Die Autorenschaft ist keine Eintagsfliege. Das belegen die entsprechenden Werkzeuge in den Webmastertools (Links am Ende des Artikels).

Der AuthorRank könnte die nächste Stufe der Autorenschaft (Authorship) sein. Er hätte große Auswirkungen auf Online-PR und SEO. Beide Disziplinen würden sich noch enger miteinander verbinden. Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung wäre nur noch durch ein Mindestmaß inhaltlicher Qualität zu erreichen. Der altgediente, von reinen Linkfarmen umgebene SEO hätte ausgedient. Dummdepperte Spammer, die ihre Namen nicht fehlerfrei aufs Papier bringen, stünden vor schweren Zeiten.

Google versucht, mehr Qualität zu erwirken. Das ist gut und richtig. SEO und Online-PR müssen mitziehen und sich anpassen. Aber Achtung: Der AuthorRank würde quasi zur Nutzung von Google+ zwingen. Dass Google damit sein eigenes Projekt Google+ stärkt, ist klar wie Kloßbrühe. Das soll nicht unerwähnt bleiben.

AuthorRank als Chance für Autoren

Mit guten Inhalten und intelligenter Strategie ein positives Image aufbauen: Mit dem AuthorRank kann das klappen. Einzahlungen auf die Onlinereputation inklusive. Wer mit annehmbaren Inhalten überzeugt, wird von der Einführung des AuthorRanks profitieren. Trotzdem gilt: Holzauge, sei wachsam. Dienstleister müssten noch besser kontrolliert werden. Nichts wäre schlimmer, als eine durch fremderstellte Inhalte versaute Reputation.

Wirft man einen Blick auf die Autorenstatistik, wird klar, worum es geht. Google speichert dort tausende Fundstellen zu einem Autor. Wer strategisch und wohl überlegt publiziert, dürfte gute Karten haben. Die bei Google bekannte Person wird demnach immer wichtiger für SEO und Online-PR. Früher zählten die Seiten. In Zukunft auch die Autoren. Dieser Ansatz bietet viele Chancen.

Rat für Autoren und Inhalteproduzenten

  1. Profis entwickeln stets für Leser und Suchmaschine. Nur für die Maschine zu arbeiten, ist Quatsch und produziert Spam. Nur für den Leser zu schuften, ist der gleiche Unfug. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. An beide Seiten denken und alles wird gut.
  2. Eigene Blogs und Websites sollten die Autorenkennzeichnung bereits heute nutzen (Link zur Anleitung weiter unten).
  3. Gastautoren sollten darauf achten, dass ihre Artikel innerhalb der gastgebenden Seite korrekt ausgezeichnet werden.
  4. Der AuthorRank befreit nicht vom Nachdenken. Ohne eine halbwegs konkrete Strategie gewinnt der beste Autor keinen Blumentopf.

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Kategorie: SEO

Über den Autor ()

Matthias ist der Gründer des Social-Media-Presseportals Pressehof. Er beschäftigt sich mit allen Themen rund um die Online-PR. Dazu zählen Social Media, Unternehmenskommunikation, Text, Bild, SEO-Grundlagen sowie Web- und Mobile-Apps. Im weiteren Sinn auch die allgemeine Entwicklung des Internets und seiner verschiedenen Zielgruppen.

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